Die Reise des Pandas – Daumen raus und los

Der Panda hät den Daumen raus

Der Verkehr wird immer zäher. Die Tuktuks sind teilweise ohne Fahrgast unterwegs – doch für den Panda hält keiner der Fahrer  an. Bis ihn ein interessiert dreinblickender junger Mann entdeckt. „Ein Panda in Peru? Was hast du denn hier verloren?“ Er rutscht auf der Rückbank des Gefährts zur Seite. „Steig ein! Wusste gar nicht, dass Pandas Daumen haben…“ Hinter ihnen beginnt ein Hupkonzert. „Guten Kaffee will ich“, sagt der Panda und zeigt auf seine Tasche. „Deswegen habe ich angehalten. Ich zeig dir, wo es den Besten gibt.“ Als der Panda Platz genommen hat, setzt sich das Tuktuk wieder in Bewegung – nicht ohne den finsteren Blick des Fahrers, der den Panda und dessen enormes Gewicht durch den Rückspiegel mustert.

„Ich bin Max und wer bist du?“

„Der Panda.“ Der Panda blickt angespannt geradeaus und hält sich am baufällig wirkenden Fahrzeug fest, das vom Fahrer in jede noch so kleine Lücke gelenkt wird, um schneller voran zu kommen. Max tätschelt ihm die Schulter. „Und du trinkst Kaffee?“ Der Panda nickt. Er betrachtet die Straßenhunde, die in Rudeln aus den Gassen auf die Fahrzeuge zuströmen. Sie sehen gefährlich hungrig aus. Max folgt seinem Blick, lässt aber nicht locker. „Warum interessierst du dich für Kaffee?“ Der Panda blickt ihm in die Augen. „Sie bauen ihn an, in China. Meiner Heimat. Schmeckt ekelig. Bitter. Sie machen Steine rein. Dreck. Unreife Bohnen.“ Max legt den Kopf schief. „Hört sich nicht an, als ob du ein Kaffeeliebhaber wärst.“ Der Panda grinst: „Noch nicht.“

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