Die Reise des Pandas – runter von Bord

Ein Panda an Bord

Schwere Schritte nähern sich. „Buenos Días, Panda! Oh, frühstückst du wieder diese Kaffeefrüchte? Gib mir eine, ich brauche viel Kraft heute!“ Ein braungebrannter Mann mit dunklem, ungekämmten Haar und dreckiger Kleidung hält dem Panda die ungewaschene Hand hin. „Hola, José.“ Der Panda nickt ihm zu und lässt einige Früchte hineinfallen. „Iss rápido, wir gehen gleich von Bord!“ José hat sich gerade die Kirschen in den Mund gesteckt, als auch schon die Rufe der Besatzung über die Planken hallen. „Tschüss, Florentina“, sagt der Panda leise und streichelt wehmütig die Reling des Schiffes, das ihn in 35 Tagen quer über den Pazifik getragen hat.

„Hombres, deprisa, deprisa!“

„Oye, qué pasa?“ „Qué hay?“ „Vamos!“ “Juntos!“ „Und du, steh nicht länger im Weg, Panda! Ich hab dir schon oft gesagt, dass du uns sowieso nicht helfen kannst – träge wie du bist. Runter von Bord. Adiós!“ Der Kapitän, ein großer, kräftiger Mann mit wildem Bart und zerschlissener Mütze gibt dem Panda seine schwielige Hand. „Mit zurückfahren will ich“, sagt der Panda vorsichtig. „Wir fahren morgen.“ Mit diesen Worten wendet er sich der umherhastetenden Mannschaft zu, die säckeweise Kaffeebohnen ablädt. Dabei hatte der Panda doch auf der Plantage in China gehört, dass Peru viele eigene Anbaugebiete hat. Warum also macht der Kaffee aus China, der ihm gar nicht geschmeckt hat, eine so weite Reise in ein Land, das selbst welchen hat?

Eine Idee zu “Die Reise des Pandas – runter von Bord

  1. Michael Scherff sagt:

    Die Geschichte ist sehr schoen und Interessant ich habe sie mit meiner Frau mit Freude gelesen und wir sind gespannt auf mehr

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