Nachhaltiger Anbau ist wichtiger als schneller Gewinn

Anbau und Ernte machen den Unterschied

Bis zu zehn Monate dauert es, bis Kaffeekirschen reif sind. Allerdings liefert eine junge Pflanze erste nach 3 bis 4 Jahren Erträge. Für die jährliche Ernte gibt es verschiedene Varianten. Beim Picking pflücken die Kaffeebauern nur die reifen Kirschen per Hand. Auch das Stripping übernehmen Menschen. Allerdings pflücken sie alle Kirschen – reif und unreif. Im Gegensatz dazu werden bei der maschinellen Ernte alle Kirschen vom Baum „gekämm“. Werden – wie so oft – auch unreife Früchte für den Kaffee verwendet, leidet die Qualität.

Schnell und billig

Die letztgenannte Methode wenden Kaffeebauern nur in Monokulturen an, da das Erntefahrzeug nur in reinen Kaffeeplantagen eingesetzt werden kann. Folgen dieser Anbauform sind das Auslaugen der Böden, Bodenerosion, eine Reduzierung der Bodenfruchtbarkeit und der Verlust an biologischer Vielfalt im Anbaugebiet. Dennoch entscheiden sich immer mehr Kaffeeproduzenten zum mechanisierten, unbeschatteten Plantagenanbau in Monokulturen. Somit werden Gewinne und Erträge gesteigert. Außerdem setzen sie auf den Anbau von Hochertragssorten. Ihr hoher Nährstoffbedarf kann allerdings nur durch den Einsatz von Mineraldünger gedeckt werden. Darüber hinaus soll mit Hilfe von Pestiziden der Bewuchs zwischen den Sträuchern nieder gehalten und die anfälligen Pflanzen vor Schädlingen geschützt werden.

Nachhaltig geht anders

Unser Pacha Mama wird zwischen 1320 und 1720 Metern über dem Meeresspiegel im Schattenbau angebaut – im Hochland der Provinz Chanchamayo, 380 km von Lima entfernt. Dieser sorgt für einen ausgewogenen Reifezyklus der Varietäten Caturra und Catuai. Die Bohnen werden von Hand gepflückt, um zu gewährleisten, dass nur die reifen Kaffeekirschen geerntet werden. Nachhaltiger Anbau tut nicht nur der Umwelt gut, sondern sorgt für besten Geschmack.

Ein Abfallprodukt als leckerer Tee

Außerdem bieten unseren Kaffeebauern köstlichen Cascara an. Die fruchtige Kirsche, die jede Kaffeebohne umhüllt, ist ein Geheimtipp für Koffeeinjunkies. Oft während der Verarbeitung entsorgt, ist sie in den USA längst Kultgetränk. Abgesehen von ihrem hohen Koffeingehalt überzeugt die Kirsche vor allem durch fruchtigen Geschmack.

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