Das gigantische Müllproblem durch Kaffeekapseln

Kapselmaschinen erleben Hochkonjunktur

Jedes Jahr leeren die Deutschen rund zwei Milliarden Kaffeekapseln – das entspricht gut 4000 Tonnen Aluminium- und Plastikmüll. Nespresso, Tchibo, Mondelez und andere Kapselhersteller erwarten für die kommenden Jahre zweistellige Wachstumsraten. Dementsprechend wird auch der Müllberg exponentiell ansteigen. Weltweit schätzen Branchenkenner allein den Verkauf von Nespresso-Kaffeekapseln, die zu 100 % aus Aluminium bestehen, auf 8 Milliarden. Das heißt: Ein Aluminiumberg von 8 Millionen Kilogramm ist garantiert.

Aluminium wächst nicht auf Bäumen

Allerdings ist die Herstellung dieses Metalls extrem aufwendig und umweltschädlich. Das beginnt mit dem Abbau des Rohstoffs Bauxit und gipfelt im immensen Stromverbrauch. Denn: In riesigen Tagebauen wird Bauxit aus der Erde gegraben. Dabei werden Teile des brasilianischen Regenwaldes oder des Urwaldes in Sibirien zerstört. Die Renaturierung dieser Gebiete dauert Jahrzehnte. Überdies erholen sich viele Ökosysteme nie wieder, wenn sie einmal zerstört sind. Außerdem benötigt man für die Herstellung von nur einer Tonne Primäraluminium rund 15 Megawatt-Stunden Strom – so viel, wie ein Zwei-Personen-Haushalt in fünf Jahren verbraucht.

Nespressokapsel-Konsumenten schädigen die Umwelt

„Diese Portionsverpackungen führen zu einem unnötigen Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen und enthalten umweltschädliches Aluminium“, heißt es. Zwar wirbt Nespresso damit, 76,4 Prozent seiner Kapseln wieder einsammeln und verwerten zu wollen. Doch bisher kommt längst nicht jede Kapsel zurück. In der Schweiz sammelt das Unternehmen die Kapseln selbst ein. In Deutschland gibt es diesen Service nicht.

Die Alternative ist biologisch abbaubar

Doch es geht auch anders. Deswegen bieten wir Konsumenten, die nicht auf Kapselkaffee verzichten möchten, die zu 100 % kompostierbare Alternative. Eine Kaffeekapsel aus Maisstärke, die auf dem Biomüll oder Kompost entsorgt werden kann.

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